Vorwort:
Yin und Yang. Das sind die Symbole zwischen
Entgegengesetzten und doch abhängigen Kräften. Himmel und Erde. Feuer und
Wasser. Hell und Dunkel. Gut und Böse. Reden und Schweigen. Freude und Leid.
Sie alle bilden eine Einheit. Das Eine kann ohne den Anderen nicht sein. Doch
was steht gegenüber meiner Geschichte? Walter Rathenau sagt:“ Es steht uns bevor die Zeit des Erkennens und der Grausamkeit. Nach
ihr kommt die Zeit des Begreifens und der Liebe.“
Heute ist Mittwoch, der 31.12.2008.
Silvester. Heute ist der Tag. Der Tag, an dem ich mein Buch beginne. Der
Tag an dem ich mich endlich traue die Fragen zu stellen, die mir schon seit
vielen Jahren auf der Seele brennen. Seit Tagen kann ich mich nicht
entschließen, was ich Silvester machen soll. Egal was kommt, nichts scheint das
Richtige zu sein. Doch es beunruhigt mich nicht im Geringsten. Ich lasse es auf
mich zukommen. Ich spüre, es wird in dieser Nacht etwas Besonderes passieren.
Nun weiß ich es. Ich schreibe mein Buch.
Meine Geschichte. Dieser Wunsch begleitet mich schon seit einigen Jahren. Doch
der Tag es zu beginnen, ist heute.
Ich möchte auch kurz erwähnen, warum ich
diesem Wunsch nachgehe. Ich hatte bisher ein sehr bewegtes Leben. Ich möchte
das Erlebte verarbeiten. Aber noch viel wichtiger ist es, all den Menschen, die
dieses Buch lesen, Kraft, Mut und Zuversicht zu geben. All den Menschen, die
das Schicksal vom 5.Oktober 1973 mit mir teilen, vielleicht Antworten auf ihre
Fragen geben.
Ein herzliches Dankeschön an all die lieben
Menschen, die an mich glauben. Die mir zur Seite stehen während ich dieses Buch
schreibe und die Fragen meiner Vergangenheit kläre. An all die lieben Menschen,
die in meiner Vergangenheit an meiner Seite standen, auch wenn sich unsere Wege
längst getrennt haben.
Einen herzlichen Dank an all die lieben
Menschen, die ich auf meiner Reise kennen lernen durfte.
Ein ganz besonderer Dank Oma Lisa und Opa
Hermann, dass ich bei Euch trotz des Unglückes eine sehr schöne Kindheit hatte.
Danke, dass ich endlich den Mut und die
Kraft habe auf diese Reise zu gehen.
Die Zukunft hat viele Namen.
Für die Schwachen ist es das Unerreichbare.
Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte.
Für die Tapferen ist sie die Chance.
(von Victor Hugo,1802-1885)
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