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E-Mail vom 26.Dezember 2009 von einem Leser: Liebe Frau Riesener, ich habe in der letzten eineinhalb Stunde die restlichen Seiten Ihres Buches gelesen. Oft habe ich angefangen zu lesen, aber immer wieder aufgehört. Auch wenn ich erst Tage nach dem Zugunglück am Ort war, ist mir das Lesen Ihrer Zeilen nicht leicht gefallen. Doch heute war es besser, denn ich verstehe, wie es Ihnen ergangen sein muss, dies alles zu Verarbeiten. Sie haben viel Mut in diesem Jahr aufgebracht und das war richtig so. Den letzten Artikel aus der Recklinghauser Zeitung habe ich ausgeschnitten. Da heute noch Weihnachten ist, wünsche ich Ihnen noch ein paar schöne Weihnachtsstunden und für 2010 alles Gute, Gesundheit, viel Erfolg und noch viele, viele "Blümchentage". Mit vielen Grüßen Werner P. Sonntag, 27. Dezember 2009: Heute genieße ich die Ruhe. Ich liege mit meinen Katzen auf dem Sofa. Schaue Märchenfilme. Lecker Kaffee und Lebkuchen stehen auf dem Couchtisch. Eine Kerze brenn...
Mittwoch,16.Dezember 2009: Wieder ein Blümchentag. Und dann auch noch einer, an dem ich mein Brüderchen treffe. Das kann ja nur ein schöner Tag werden. Ich freue mich riesig auf Marcus. Sonntag, 20. Dezember 2009: Es schneit schon den ganzen Tag. Es ist seit Tagen bitterkalt. Meine „Ruhetage“ rücken immer näher. Wie schön. Ich bin zwar total ausgepowert, aber es geht mir gut. Ein paar Tage noch, dann kann ich entspannen und mich ausruhen. Und im neuen Jahr warten viele schöne Dinge auf mich. Am Mittwochabend war Marcus bei mir. Wir hatten einen sehr schönen Abend. Wir haben viel gequatscht und viel gelacht. Nächsten Monat habe ich Geburtstag. Dann werden wir drei Geschwister das erste Mal seit Jahrzehnten zusammen sein. Wir freuen uns alle sehr auf diesen Tag. Das wird ein sehr schöner Geburtstag. Ein schöneres Geschenk zu diesem Tag kann es gar nicht geben.    Dienstag, 22. Dezember 2009: E-Mails vom 22.12.09 von meinen lieben Lesern: Liebe Ir...
Sonntag, 6. Dezember 2009: Man kann sich gar nicht vorstellen, wie gut das tut, Ruhe zu genießen. Der Weihnachtstrubel wird von Tag zu Tag mehr. Ein Teil der Kunden ist sehr, sehr anstrengend. Doch wir müssen immer hübsch lächeln und nett sein. Das ist nicht immer leicht. Zum Glück sieht und hört mancher Kunde nicht was ich denke. Mir geht es trotz Erschöpfung von Tag zu Tag besser. Ich freue mich auf die Feiertage, die für mich Ruhe und Erholung bedeuten. Die Zeit werde ich zum Teil mit Anja und den Kindern verbringen. Dann ist auch schon das neue Jahr ganz nahe. Es wird sich vieles in meinem Leben zum Guten wenden. Das weiß ich. Ich kann das Gute schon spüren. Es wartet auf mich. Es ist richtig, in meinem Leben aufzuräumen, auch wenn es nicht immer leicht war. Es ist richtig, Entscheidungen zu treffen, auch wenn ich dafür eine Menge Mut brauchte. Es ist richtig, auf meine innere Stimme zu hören, auch wenn die Angst vor Veränderungen da war. Es ist richtig, von altem Ba...
Sonntag, 22. November 2009: Heute ist wieder ein Blümchentag. In den letzten Wochen ging es mir alles andere als gut. Doch seit gestern geht es mir wieder ein wenig besser. Keine Kopfschmerzen, keine Kreislaufbeschwerden, keine schlechte Laune. Endlich. Ich hoffe ich habe meine Schwächephase überwunden. Ich habe mir in den letzten Wochen viele Gedanken gemacht. Der Entschluss steht fest. Ich werde ab nächstem Jahr definitiv nur noch 4 Tage im Einzelhandel arbeiten. Vor fünf Jahren war ich schon einmal an diesem Punkt. Ich hatte mein Fernstudium begonnen, wollte ganz raus aus dem Einzelhandel. Doch es hatte nicht geklappt. Das war auch gut so, sonst hätte ich nie meinen jetzigen Job gefunden. Doch unter einem Punkt leide ich sehr. So sehr, dass es sich auch wieder gesundheitlich bemerkbar macht. Auch für meinen Burn-Out war das einer der Gründe. Nun ist es an der Zeit endlich etwas zu ändern. Damit mein Traumjob auch mein Traumjob bleibt. Ich brauche einfach mehr Zeit für mich und ...
Die ersten Reaktionen auf den Artikel: E-Mail von Dagmar und Wolf-Dietmar L.: Hallo liebe Iris heute haben wir den neuen Bericht über Dich in der Zeitung gelesen, und das hat mich nun angespornt, mich endlich mal mit dieser Mail zu melden. Die Dias habe ich vorhin endlich mal zum Fotografen gebracht, die CDs bekomme ich am Dienstag. Den Film mit den Dias vom 4. Oktober hatte ich auch noch nicht zum Entwickeln gebracht, tue das aber demnächst. Du hast in einer Deiner letzten Mails darum gebeten, dass jeder seine Zustimmung zu dem Text und seinen Textpassagen gibt. Ich bin natürlich damit einverstanden, Du bekommst es von uns aber auch noch schriftlich. Bis dahin viele liebe Grüße Dagmar und Wolf-Dietmar SMS von Ludger R.: Hi Iris, Der Artikel ist echt gelungen. Ich hoffe für Dich, dass die ganze Arbeit Dich weitergebracht hat die Vergangenheit aufzuarbeiten. Besonders freut es mich, dass Du Deinen Bruder gefunden hast. LG Ludger. Eine liebe SMS von Marcus ...
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Samstag, 7.November 2009: Recklinghauser Zeitung / Medienhaus Bauer von Markus Geling Weglaufen geht nicht Das Zugunglück von 1973 hat jetzt keine Fragen mehr – und dafür endlich wieder einen Bruder Marl. Acht Rosen hat Iris Riesener zum Jahrestag der Zugkatastrophe von 1973 am Unfallort in Marl-Sinsen niedergelegt. Eine rote für ihre damals verunglückte Mutter – und sieben weiße für die anderen Todesopfer. Nun will die 42 Jahre alte Mülheimerin nicht mehr zurückschauen, sondern nach vorne. „Das geht aber nur, weil ich jetzt Klarheit habe“, sagt sie. Es gebe keine offenen Fragen mehr, die sie quälen. „Und dafür sind die vergangenen Monate sehr wichtig gewesen.“ Die blonde Frau wirkt viel aufgeräumter und ausgeglichener als zu Beginn des Jahres. „Das sagen viele, die mich kennen“, erzählt sie. Und es stimme auch. Sie fühle sich erleichtert, befreit, glücklich. „Alles ist gut.“ Das klingt selbstverständlicher als es ist. Im Februar hat das Medienhaus Bauer Iris...