Mittwoch,16.Dezember 2009:

Wieder ein Blümchentag. Und dann auch noch einer, an dem ich mein Brüderchen treffe. Das kann ja nur ein schöner Tag werden. Ich freue mich riesig auf Marcus.


Sonntag, 20. Dezember 2009:

Es schneit schon den ganzen Tag. Es ist seit Tagen bitterkalt. Meine „Ruhetage“ rücken immer näher. Wie schön. Ich bin zwar total ausgepowert, aber es geht mir gut. Ein paar Tage noch, dann kann ich entspannen und mich ausruhen. Und im neuen Jahr warten viele schöne Dinge auf mich.
Am Mittwochabend war Marcus bei mir. Wir hatten einen sehr schönen Abend. Wir haben viel gequatscht und viel gelacht. Nächsten Monat habe ich Geburtstag. Dann werden wir drei Geschwister das erste Mal seit Jahrzehnten zusammen sein. Wir freuen uns alle sehr auf diesen Tag. Das wird ein sehr schöner Geburtstag. Ein schöneres Geschenk zu diesem Tag kann es gar nicht geben.  


Dienstag, 22. Dezember 2009:

E-Mails vom 22.12.09 von meinen lieben Lesern:

Liebe Iris
Wir wünschen Dir ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches Jahr 2010! Vor allem möge die positive Entwicklung Deines Lebensweges, wie er sich im ablaufenden Jahr gestaltet hat, in 2010 so weitergehen. Dich kennen gelernt zu haben, die Treffen, Mails und Gespräche mit Dir, waren für uns im zurückliegenden Jahr ganz besondere Momente, an die wir immer gerne zurückdenken.
Vielleicht hast Du Deinen beruflichen Weihnachtsstress bald überwunden, sodass wir vielleicht in diesem Jahr noch einmal telefonieren können. Auch haben wir ja noch die CD und ein Bild vom 4. Oktober für Dich.
Jetzt sei erst mal herzlich gegrüßt
von Dagmar und Wolf-Dietmar 

Na denn mal los....
Hallo Iris,
ich könnte mir vorstellen, dass du von Weihnachten jetzt schon genug hasst.
Trotzdem,
Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch 
Reinhard

Hallo Iris,
wollte einfach mal fragen wie es dir in diesen Tagen geht. Wahrscheinlich ist im Geschäft der Teufel los. Ich war letztes Wochenende mal wieder in Berlin. Bummeln über div. Weihnachtsmärkte ... das war schön ... rappelvolle Kaufhäuser ... weniger schön. Hast du denn für deine Lieben bereits alle Geschenke zusammen? Ich bin im Endspurt. Habe allerdings nicht viele zu Beschenkende.
Was macht deine Jahresaufgabe, das Buch? Schaffst du den Endtermin 31.12.? Ich drücke dir die Daumen!
Bis bald mal :-)))
LG Ludger


Schön, dass Ihr alle an mich denkt, Ihr Lieben. Ich danke Euch von Herzen!
Eigentlich hätte ich heute arbeiten müssen. Doch da ich gestern wieder einmal sehr große Probleme mit meinem Kreislauf hatte, musste ich schon nach einer Stunde von der Arbeit wieder nach Hause. Das Problem habe ich seit meinem Burn-Out. Ich bekomme
alle zwei Wochen meine Regel, sobald ich zu viel Stress habe. Genau das war gestern passiert. Dabei ist mir komplett der Kreislauf weggesackt. Schwach ohne Ende. Da ich heute immer noch Probleme habe, habe ich mich entschlossen, zu Hause zu bleiben. Noch immer habe ich Schwindelanfälle und Kopfweh. Zwischendurch immer wieder Unterleibskrämpfe sobald ich zu lange aufstehe. Also gönne ich mir ganz viel Ruhe. Das hätte ich schon viel eher tun sollen. Tja, das ist die Quittung. Es geht nichts mehr. Ich habe nur eine Möglichkeit: hinlegen, Beine hoch, Wärmflasche, meine Medikamente und Ruhe. Ganz viel Ruhe. Ich war schon xmal deswegen beim Arzt, schon zweimal war es so schlimm, dass ich ins Krankenhaus musste. Und was soll ich sagen. Immer ohne Befund, außer „Stressbedingte Hormonstörungen“ können die Ärzte nichts feststellen. Seit Jahren kommen diese Probleme immer und immer wieder. Und ich habe immer noch nicht gelernt, frühzeitig einen Gang zurückzuschalten. Nein, immer erst dann, wenn es schon fast zu spät ist.

Nach den Feiertagen werde ich mich definitiv durchchecken lassen. Und die Weichen für ein ruhigeres Leben sind ja bereits gestellt. Der kleine Zusammenbruch gestern war nötig, mich noch einmal daran zu erinnern, dass ich weiterhin etwas ändern muss. Aber auch ein Zeichen, wie sehr mich dieses Jahr und vor allem das Weihnachtsgeschäft angestrengt hat. Hätte ich vorher das Ausmaß meiner Vergangenheitsbewältigung gekannt, hätte ich es mit ärztlicher Hilfe gemacht. Nun kommen all die körperlichen Symptome der Anstrengung durch. Ein Zeichen, dass mein Körper nun ganz viel Ruhe und Erholung braucht. Nun habe ich viele Feiertage vor mir, nächsten Monat eine Woche Urlaub plus Überstundenfrei. Und bald eine vier Tage Arbeits-Woche. Das heißt, mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Auf diese Zeit freue ich mich. Dann werde ich so nach und nach auch wieder zu Kräften kommen. Ich muss nur lernen, nicht wieder die gleichen Fehler zu machen und mir zu viel abzuverlangen. Einfach einen Gang zurückschalten, auch mal Nein sagen, und nicht immer mit Vollgas durchs Leben rauschen und Miss Perfekt rauslassen. Das dankt mir im Endeffekt eh keiner. Ich bin die Einzige, die bei diesem Verhalten auf der Strecke bleibt. Schluss damit!


Mittwoch, 23. Dezember 2009:

Zum Glück geht es mir wieder besser. Ich habe heute meinen freien Tag und nur das Nötigste erledigt. Ansonsten habe ich mir Ruhe gegönnt. Und das ist genau das, was ich bis einschließlich Montag tun werde. Auf diese Tage freue ich mich sehr.


E-Mail von meinem besten Freund Ronny:

Hallo Iris,
ich möchte Dir auf diesem Wege ruhige und besinnliche Weihnachten wünschen. Genieße Deine freien Tage und erhole Dich. Es freut mich, dass es aufwärts geht und Du trotz Rückschläge immer wieder aufstehst. Das müssen wir mal wieder mit einem Bierchen feiern, wie in alten Zeiten. ;)
Genieße die Feiertage. Frohe Weihnachten wünscht Dir Dein Freund Ronny


Freitag, 25. Dezember 2009:

Es ist Weihnachten. Ich genieße die Ruhe. Gestern hatte ich einen sehr schönen Heiligabend mit meinem Neffen, Anja und ihrem Freund. Bescherung, lecker Essen für uns alle, vertrautes Beisammensein. Kuscheln mit den Tieren. Es war so richtig gemütlich. Wir haben viel gelacht. Das tat uns allen sehr gut.
Heute habe ich eine wunderschöne SMS von Marcus und seiner Freundin bekommen. Wer hätte das am Anfang des Jahres gedacht. Es ist schön, Marcus wieder an unserer Seite zu haben. Und es ist auch gut, dass wir uns bei der Annäherung die Zeit lassen, die wir brauchen. So kommt alles von Herzen und nicht aus Pflichtgefühl. In ein paar Wochen werden wir drei zusammen sein. Ich fiebere diesem Treffen schon entgegen und freue mich riesig!


Samstag, 26. Dezember 2009:

Ich habe gestern Abend und heute Morgen mein komplettes Buch gelesen und ein paar Kleinigkeiten korrigiert. Im Großen und Ganzen soll alles so bleiben wie es ist. Jede Emotion. Die guten wie die schlechten. Jeder Eintrag. Jeder Gedanke. Ich will bewusst die Energien, die im Moment des Schreibens flossen, genau so lassen. Auch wenn sich der ein oder andere kleine Fehler eingeschlichen hat. Ich darf Fehler machen ;-)
Als ich meine Geschichte las, erlebte ich alles noch einmal. Ich weiß selber nicht was ich dazu sagen soll. Ich bin beeindruckt von mir selber. Das hört sich jetzt komisch an, aber beim Lesen wurde mir das Ausmaß meiner Geschichte klar. Kein Wunder, dass ich müde bin. Ich habe sehr viel erlebt. Wahnsinn. Mir fehlen die Worte.
Ich konnte genau nachfühlen, wann ich mich schlecht gefühlt habe und wann es mir total super ging. Im Moment bin ich nur erschöpft. Aber mir geht es gut. Sehr gut sogar. Das ist mir gerade bewusst geworden. Ich kann loslassen. Ich kann die schönen Dinge genießen. Ich bin offen für Neues. Ich kenne nun die Ursachen für das ein oder andere Fehlverhalten. So habe ich nun auch die Chance, es zu begreifen und zu ändern. Ich habe keine Ängste mehr. Keinen Ballast. Keine Fragen. Ich habe meinen Bruder gefunden. Anja und ich sind uns näher denn je. Ich liebe mein Leben, ich liebe mich. Ich bin zufrieden. Ich bin glücklich. Was will ich mehr? Wer kann all das schon von sich und seinem Leben behaupten? Dafür bin ich unendlich dankbar. Und alles andere wird sich finden. Nun darf es endlich heilen!


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